Nachlese

KM: Auswärtssieg gegen WAF

km maxekslerKM: WAF : RSP 0:3 (0:1) 

Mit "blauem Auge" davongekommen!

Auswärts gegen WAF – da war doch was im Vorjahr? Es sind schlechte Erinnerungen an die Brigittenauer „Gruam“. Im Vorjahr setzte es die bitterste Niederlage der Saison, denn die Reds gingen mit 1:5 unter. Dieses Mal galt es diese Scharte auszumerzen und die Vorzeichen (wie auch im Vorjahr!) standen nicht schlecht. Unsere Jungs gingen als klarer Favorit in diese Partie, jedoch mit dem Wissen, dass „die Trauben in der Gruam“ relativ hoch hängen und gewinnen so recht schwer sein wird. Das klare Ergebnis von 3:0 spiegelt aber in keiner Weise die tatsächlichen Kräfteverhältnisse am Platz wieder.



Im Vorfeld wurden die Tatsachen, die der Mannschaft so gar nicht liegen, vom Trainerteam thematisiert: Sonntagfrüh zu einer ungewohnten Zeit, ein angeschlagener Gegner gegen den gepunktet werden muss und ein Platz, der dem Team nicht liegt. Die Einstellungs- und Motivationsversuche verfehlten leider die Wirkung. Unser Team begann gegen eine sehr tief stehende Heimmannschaft sehr träge, ideenlos und mit wenig Laufbereitschaft. Die Gastgeber machten die Räume geschickt eng und brauchten nur auf die Fehler unserer Jungs warten – und sie kamen prompt! Auch im Defensivverhalten war unser sonst so stabiles Team sehr anfällig.

WAF konnte aus den zahlreichen, sehr guten Kontermöglichkeiten kein Kapital schlagen und war im Abschluss bzw. beim letzten Pass sehr ungenau. Machten sie es besser unterbanden die Schiedsrichter korrekterweise den Torjubel, da entweder eine Abseitsentscheidung oder ein Foul im Spiel war. Aber auch hier gilt es zu sagen, nicht immer werden die Entscheidungen des Schiedsrichterteams so gefällt. Und eines muss hier seine Erwähnung finden: wenn die Schiedsrichter einmal kein Vergehen sahen, die Brigittenauer alles richtig machten – dann war Endstation bei Goalie Mathias Glanzer, der in Hälfte eins unser Team vor einem Treffer bewahrte!

Ein guter Spielzug reichte aus um mit 1 zu 0 in die Kabine zu gehen. Endlich eine Lösung beim Herausspielen gefunden, ein Pass durch die Mittelfeldreihe auf Max Eksler, der sich aufdrehte und einen „Zuckerpass“ durch die Verteidigung auf Patrick Ratschka spielte, „Ratschi“ sehr überlegt den Ball am herauseilenden Tormann ins lange Eck rollte. Wir schrieben die Minute 17 und das Tor zeigte beim Team leider keine Wirkung – je länger das Spiel dauerte, desto eher wurde die Pause herbeigesehnt.

Im 2. Durchgang lief es etwas besser und die Heimischen kamen kaum mehr zu konkreten Torchancen, dafür wurde das Spiel zunehmend ruppiger(wie schon gegen Ende der ersten Hälfte). Schiri Barmaksiz reagierte mit zahlreichen Gelben Karten für Fouls bzw. für das Unverständnis für Entscheidungen seinerseits. Es war kein fußballerischer „Leckerbissen“,  der uns an diesem Sonntagvormittag geboten wurde und es schien schon so, als ob unsere Jungs den 1 Tore Vorsprung über die Distanz retten werden. In die Karten spielte uns dann ein Gelb-Rot Ausschluss in Minute 68 und der Versuch der Heimischen in Unterzahl den Ausgleich zu erzielen. Zwei Energieanfälle von Max Eksler sorgten schlussendlich für klare Verhältnisse. Der Youngster war knapp an einem Hattrick dran und nur die Stange verhinderte seinen ersten 3er Pack.

Nach dem souveränen Auftritt vorige Woche, folgte diesmal ein Sieg mit „Hängen und Würgen“. So ist der Fußball, zweimal  dasselbe Ergebnis und doch so unterschiedliche Leistungen unserer Mannschaft. Die individuelle Klasse hat sich durchgesetzt – einmal mit Max Eksler, der an allen Toren beteiligt war und auch unser Keeper Mathias Glanzer, der wieder entscheidend zur Stelle war, wenn der Hut brannte.

Trainer Michi Sonvilla: „Kein Spiel für schwache Nerven. Wir als Trainer stehen machtlos an der Linie und sehen unsere Mannschaft, wie sie extrem unkonzentriert und damit sehr fehleranfällig agiert. Die Burschen müssen lernen, ihr Potential an jedem Wochenende auszuspielen, egal zu welcher Tageszeit und wie der Gegner heißt. Derzeit können wir uns über fehlendes Spielglück nicht beklagen und wenn es nicht läuft, blitzt dann doch die individuelle Klasse bei einzelnen Spielern auf, sodass es reicht. Um das Phrasenschwein zu bedienen: „Wenns laft, dann….“. Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit auf uns zu – mit Donau, Süssenbrunn x2 (Cup und Meisterschaft) und Fortuna sind wir mit hochkarätigen Mannschaften der Liga konfrontiert. Spitzenspiele liegen uns eigentlich und das stimmt uns als Trainer positiv. Aber es ist bei unserem Team immer alles möglich. Erfolg und Misserfolg liegen so nahe.“