Nachlese

KM enttäuscht auswärts gegen Fortuna 05

KampfmannschaftFortuna 05 : Red Star Penzing 4:1 (1:1)

Rabenschwarzer Sonntag der Reds - 3 Tore in 6 Minuten!

Dass es nicht unsere Zeit ist, Sonntag in der Früh zu spielen, dass es ein sehr schweres Spiel gegen einen starken Gegner  wird, war uns allen bewusst. Dass es aber möglich ist, derart desaströs in Hälfte zwei aufzulaufen, hätte kaum wer für möglich gehalten. Daher gab es nach dem Match ratlose und schwer enttäuschte Gesichter bei Spieler und Trainer. Auch die anwesenden Red Star/Penzing Anhänger staunten nicht wenig, über das Gezeigte.  Aber es gibt solche Tage, es war ein Sch….match und das gilt es so schnell als möglich abzuhaken, raus aus den Köpfen – da kommt Ostern gerade recht!

Der Beginn des Spiels ließ doch auf einiges hoffen. Fortuna zeigte gehörigen Respekt vor den Reds, stand tief und verschob sehr gut. So kam es in den ersten 20-25 Minuten zu einem spielerischen Übergewicht für uns. Und in im ersten Durchgang waren auch genügend Einschußmöglichkeiten da. Eksler alleine im 16er, Ratschka alleine vor dem Tor und Partl perfekt am 5er bedient – diese Großchancen wurden leider liegen gelassen. Aber wir gingen zuvor schon mit 1:0 in Führung: Bartek Dolubizna mit einer brandgefährlichen Flanke über die Abwehr in den 16er; der Tormann der Heimischen eilte heraus; der Abwehrspieler versuchte vor Stürmer Ratschka zu klären und spitzelte den Ball vorbei am Goalie ins eigene Tor. Aber auch die Fortuna fand einige, aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten vor, aber es dauerte bis zur 45 Minute bis wir für unsere zaghafte und passive Spielweise bestraft wurden. Im Zentrum wurde auf den Spielertrainer der Fortunaten am 16er vergessen, dieser wurde angespielt, Direktabnahme und Ball war im Netz. Ausgleich und der Pausenpfiff! Die  Trainer rätselten schon ab der 30. Minute über die zunehmend schlechter werdende Performance der Reds. Es hatte dein Eindruck, dass nichts mehr ging…..und das sollte sich leider bewahrheiten.

Zur Pause mussten der mit einer Zerrung verletzte Dolubizna und der erstmals in der Startelf stehende Partl Christoph in der Kabine bleiben. Mit dem Doppeltausch (De Bock und Schatz) hofften die Trainer auf neuen Schwung und forderten ein Zeichen von der Mannschaft, die zweite Hälfte sollte anders werden, mehr Leidenschaft, mehr Siegeswille und härter in die Zweikämpfe – das sollten die Fans zu sehen bekommen. Was geboten wurde war leider genau das Gegenteil. Wieder zaghaft, wieder kopflos und schon der erste Angriff der Heimmannschaft in Minute 46 wurde abgeschlossen. Über unsere rechte Seite kam der Gegner, wurde nur begleitet und nicht attackiert, eine Flanke in den 16er, wo sich der Stürmer Mala Agron (pikanterweise ein Leihspieler der Reds) 2 Verteidigern gegenüber sah, aber niemand deckte den Stürmer, vielmehr wurde der Raum für ihn freigemacht und der bedankte sich artig mit einem Volleytor.  Minuten später war es wieder die Leihgabe der Reds, die im 16er zum Abschluss kam und vollstreckte. Wir schrieben laut Anzeigentafel am Fortunaplatz die 50. Minute – damit haben wir in 6 Minuten 3 Gegentreffer kassiert. Danach wirkte unser Team ratlos, zeigte sich nicht als Mannschaft, ergab sich und ließ Chance um Chance der Heimischen zu, die wir zu einem „Spielrausch“ einluden. Der 3. Treffer des Stürmers war nur die Draufgabe und der Endstand.

Nach solchen Partien wird der Gang in die Kabine zum Gang nach Canossa. Mitleidige Blicke, hämische Bemerkungen der Zuschauer und in der Kabine eine Trauerstimmung.  Aber solche Spiele gehören zum Fußball, passieren allen Mannschaften einmal und muss abgehakt werden. Im nächsten Heimspiel gegen NAC werden wir sicher wieder eine andere Mannschaft zu Gesicht bekommen!

Trainer Sonvilla: „Die Burschen wissen selber, dass diese Leistung in der zweiten Hälfte desaströs war. Wir sind derzeit leider nicht stabil genug um konstant gute Leistungen abzurufen. Ich bin mir sicher, dass die Jungs im nächsten Match wieder voll da sind und diese Leistung vergessen machen wollen. Auch wenn es nach solchen Spielen besonders bitter ist, gilt es daraus die Lehren zu ziehen und zu lernen.“