Nachlese

KM: Unentschieden nach komfortabler 3:1-Führung

KampfmannschaftRed Star Penzing : Hirschstetten/Lindenhof 3:3 (1:1)

Bittere Punkteteilung zum Saisonabschluss!

„Derzeit werden wir für jeden Fehler bitter bestraft!“ So die Aussage von Trainer Michi Sonvilla nach dem letzten Match zu Hause gegen Hirschstetten. Dabei war der Beginn und in weiterer Folge das gesamte Spielgeschehen der 90 Minuten wesentlich besser als die Runden zuvor.

Die Marschroute vor diesem Spiel war klar – unsere Jungs wollten sich mit einem Sieg von den Fans in die Winterpause verabschieden. Es war das erklärte Ziel der Mannschaft und der Trainer zumindest 25 Punkte im Herbst zu erreichen. Entsprechend motiviert und fokussiert ging das Team ans Werk. Und es dauerte nicht lange, bis sich der Erfolg einstellte. Einer der zahlreichen gut vorgetragenen Angriffe über links, bei dem Hagen Niederkofler auf die Reise geschickt wurde und dieser perfekt zur Mitte ablegte, wo sich Matthias Schatz artig bedankte und für das 1:0 sorgte. Es wurde verabsäumt gleich für klare Verhältnisse zu sorgen, denn Großchancen von Niederkofler und Dolubizna wurden fahrlässig vergeben. Und kurz vor der Pause wieder das andere Gesicht unserer Mannschaft: ein Fehlpass beim Spielaufbau durch Wollner, führte zu einer Angriffssituation für die Gäste, bei der der ballführende Akteur gleich von 3 Verteidigern „attackiert“ wurde, dieser steckte den Ball zur Mitte durch, wo allgemein ein „Nickerchen“ gemacht wurde und so kam es zu einer 1:1 Situation, bei der unser Goalie den Kürzeren zog – Ausgleich in Minute 42! Die Gäste konnten bis zu diesem Zeitpunkt kaum Akzente nach vorne setzen und bestraften sofort das kollektive Defensivversagen.

Eines schien jedoch, bei allem Ärger über den Gegentreffer klar: wenn unser Team die Marschroute beibehält, kann es nur einen Sieger an diesem Nachmittag geben. Genau mit dieser Einstellung, mit diesem Auftreten kam die Mannschaft aus der Kabine. Die Spielgeschehen war klar verteilt – Angriff um Angriff unserer Mannschaft und nur ganz selten Entlastungsangriffe der Gäste, die immer wieder hohe Bälle auf den baumlangen Stürmer schlugen. War es noch Bartek Dolubizna, der die größte Chance in Hälfte eins vergab, so machte er es im zweiten Durchgang besser. Es war das schönste Tor des Spiels, denn von der Entstehungsgeschichte bis zum überlegten Abschluss, ein Lehrbuchtor. Wieder ein Angriff über links, der vom Torschützen selbst eingeleitet wurde, Doppelpass über die Seite, ein Rückraumpass auf den mitlaufenden Torschützen, ein Haken und im Stil eines großen Könners (Schuss angedeutet, Reaktion des Torwarts abgewartet) überlegt den Ball im Tor zur Führung unseres Team untergebracht. Nach dem Eckballtor von Roli Walczak zum 3:1 war das Spiel eigentlich entschieden, denn auch die Gäste glaubten in Minute 76 nicht mehr an die Möglichkeit eines Punktegewinns. Aber der nächste „Aussetzer“ ermöglichte ein Herankommen, gab den Gästen das Gefühl: „…es geht noch was!“. Das Spielgeschehen trug sich an der Strafraumgrenze (16er Eck) zu, wo der ballführende Spieler der Gäste in dieser beinah völlig ungefährlichen Zone von 2 Spielern unsererseits (Wollner, Schatz) attackiert wurde. Matthias Schatz attackierte derart unglücklich/unnötig, sodass der Spieler eindeutig regelwidrig zu Boden ging. Klare Entscheidung: Elfmeter für die Gäste, die sich diese Chance nicht entgehen ließen. Der Anschlusstreffer war da und damit ein Aufbäumen der Gäste. Der nächste Angriff nur Sekunden später, wieder über unsere rechte Seite, ein Aussetzer unserer sonst so stabilen Hintermannschaft, die geschlossen Richtung Ballführenden hinausrückte und die an der 2. Stange postierten Spieler einfach vergaß. Die Flanke kam punktgenau, es wurde zur Mitte geköpft und der Ausgleich war da. Trainer Michi Sonvilla war außer sich auf der Linie, denn in nur 90 Sekunden mussten wir 2 Treffer hinnehmen und gute 80 Minuten Spielzeit zunichte gemacht.

Am Ende blieb es, trotz aller Angriffsbemühungen und Elferalarm nach einem Handspiel der Gäste, bei der bitteren Punkteteilung. Die Enttäuschung war allen Akteuren und vor allem dem Trainerteam ins Gesicht geschrieben. Auch die lautstarke Unterstützung der Guardia Rossa, bei dieser bitterkalten Begegnung, konnte nicht zu einem besseren Ergebnis beitragen. An dieser Stelle vielen Dank für die großartige Unterstützung bei den letzten Matches, bei denen die Leistung außerhalb des Spielfeldes (Guardia Rossa) eindeutig besser war, als innerhalb.