Nachlese

KM: Enttäuschende Nullnummer in Favoriten

KampfmannschaftA11/Rapid Oberlaa : Red Star Penzing 0:0 (0:0)

„Täglich grüßt das Murmeltier“ – so wie die filmische Fassung des immer Wiederkehrenden fühlt sich das Unentschieden gegen Rapid Oberlaa an. Kaum spielt unser Team gegen eine Mannschaft aus dem „Tabellenkeller“, fehlt der nötige Elan, die nötige Leidenschaft und damit der unbedingte Wille ein Spiel zu gewinnen.

Nach dem unglücklichen Zusammenstoß im Dienstagtraining  musste Kapitän Lukas Sonvilla, immer noch angeschlagen, auf der Bank Platz nehmen. Die Kadersituation ist sehr bescheiden, denn die Rückkehr der rekonvaleszenten Spieler verzögert sich und weitere Verletzungen sind daher kaum mehr zu kompensieren. Nichts desto trotz trat eine nur leicht veränderte Mannschaft auswärts in Favoriten an (Varsanyi spielte für den verletzten Sonvilla).

Anfangs war es ein Abtasten der Mannschaften und doch war eines gleich sichtbar: Rapid Oberlaa war extrem motiviert und kämpfte um jeden Ball. Mit dieser Aggressivität (nie ins Schmutzige abgleitend) kam unser Team nicht zurecht und je länger das Spiel dauerte, desto ratloser wurden unsere Jungs. Dabei spielte uns auch noch ein schneller Ausschluss (Gelb-Rot) in die Karten. Von der Linie aus war nicht klar ersichtlich, warum Schiri Fröhlich dem Oberlaaer Spieler die Ampelkarte zeigte, was auch noch nach Spielende für hitzige Debatten sorgte.

Der Rest ist schnell erzählt, denn nie konnten unsere Jungs die Überzahl ausspielen. Oberlaa kämpfte beherzt in Unterzahl und kam auch noch zu einigen Konterchancen, wo unser Goalie Stefan Lebovic bei einem Heber all sein Können aufbieten musste und den Ball noch über die Latte drehen konnte. Aber auch der heimische Goalie Porkorny verhinderte mit einer Glanzparade, nach einem Kopfball von Hagen Neiderkofler, den Rückstand seines Teams. Gegen Ende des Spiels konnten wir uns ein klares Chancenplus herausspielen, aber alle Angriffsbemühungen blieben ohne zählbaren Erfolg. Die größte Möglichkeit fand der eingewechselte Mio Jovanovic vor, der alleinstehend am 5er Eck den Ball nicht im Tor unterbrachte. Auch die Standards zeigten diesmal keine Wirkung, bei einer einstudierten Variante (die endlich einmal voll aufging) behinderten sich unsere Jungs gegenseitig völlig alleine vor dem Tor – kein Abseits!

Es war eine herbe Enttäuschung, wie unsere Mannschaft mit der Rolle des klaren Favoriten umging. Solche Spiele verhindern Jahr für Jahr, dass unser Team schlussendlich doch nichts mit der Meisterschaft zu tun hat. Schade eigentlich, denn das Potential wäre da….