Nachlese

KM: Niederlage gegen WAF Brigittenau

MichiRed Star Penzing : WAF Vorwärts Brigittenau 0:1 (0:0)

 „Es hat einfach nicht sein sollen….“ oder „….es war einfach zu wenig!“.  Bittere Niederlage gegen WAF!

Beide einleitenden „Sager“ haben ihre Berechtigung in der Rückschau zum Heimspiel gegen WAF. Einerseits war es fehlendes Spielglück und andererseits war unser Team zu selten in der Lage den Abwehrriegel der Gäste zu knacken.

WAF begann wie erwartet: die Mannschaft stand sehr tief, machte die Räume eng und versuchte bei Ballgewinn mit hohen Bällen Gefahr zu erzeugen. Im Zweikampf zeigten sich die Brigittenauer sehr abgeklärt und vor allem robust. Einer der Zuschauer nach dem Match zu Trainer Sonvilla: „Heute hat eine „Kindermannschaft“ gegen abgebrühte „Fußballermänner“ gespielt. Eine Torchance hat WAF gereicht.“ Ganz Unrecht hatte der Fußballexperte nicht, denn unser Team spielte zu wenig kreativ, war optisch und dadurch auch im Ballbesitz deutlich überlegen, kreierte aber zu wenige Chanen, war zu wenig zwingend.

Waren wir einmal durch, verhinderte etwa die Querlatte (Schuss von Hagen Niederkofler) oder der Goalie der Gäste mit einem Superreflex den Führungstreffer. Von „hätt i, war i“  haben wir nichts, obwohl ein Führungstreffer von uns hätte ….. haben wir aber nicht, gelang uns nicht. So ging es mit einem 0 zu 0 in die Pause.

Nach der Pause das gleiche Spiel. WAF defensiv gut organisiert, wir feldüberlegen ohne zwingend zu sein. Ohne jetzt abgedroschene Fußballweisheiten zu bemühen, kassierten wir nach 10 Minuten Spielzeit den entscheidenden Gegentreffer. Ballverlust im Zentrum, schnell (hoch) vorgetragener Gegenzug über die rechte Seite, Flanke zur Mitte und der Stürmer der Gäste kam unbedrängt zum Kopfball und setzte diesen genau ins Eck. Es war nicht optimal verteidigt und hätte bei besserem Stellungsspiel verhindert werden können. Besonders bitter, denn es war die einzige Möglichkeit der Gäste in der 2. Spielhälfte.

Die Trainer reagierten mit einem Doppeltausch (Jovanovic/Hosiner raus und Ratschka sowie Josipovic rein), wollten noch einmal das Ruder herumreißen, frische Kräfte bringen. Die Einwechslung von Josipovic war jedoch ein klassischer Fehlgriff, denn 5 Minuten später (Minute 68) wurde besagter Spieler mit Rot wieder vom Feld gestellt. Grund dafür war eine Tätlichkeit, nach einem Wortgefecht mit dem Gegenspieler – der Ball jedoch ganz woanders im Spiel, aber der Assistent genau daneben. Kurze Rücksprache des Spielleiters mit seinem Assistenten bescherte Josipovic den Kurzauftritt. Der Mannschaft zu helfen sieht anders aus, eine Dummheit, die nicht zu verzeihen ist und das Trainerteam Sonvilla/Schipek zog bereits die Konsequenzen.

Die Besonderheit war jedoch, dass nach dem Ausschluss unser Team mit einem Mann weniger viel besser spielte, viel aggressiver in die Zweikämpfe ging, Leidenschaft zeigte und bis zum Schluss um den Ausgleich fightete. Es sollte aber einfach nicht sein….

Das Ergebnis war eine herbe Enttäuschung nach den guten Auftritten der letzten Wochen. Die Leistung war nicht grottenschlecht, sie war durchschnittlich, aber es war uns einfach nicht möglich, die stabile Defensive der WAF zu knacken.