Nachlese

CUP: Sieg gegen Admira Technopool

Wiener TOTO Cup: Red Star Penzing : Technopool Admira - 1:0 (0:0)

NAC


Überraschung im TOTO-Cup: Red Star schlägt Admira Technopool!

Die Voraussetzungen für dieses Spiel Mittwoch abends waren eindeutig. Die Gäste als Zweitplatzierte der Wiener Stadtliga waren haushoher Favorit und unser Team somit in der klaren Außenseiterrolle. Auch die Liste der Ausfälle war wieder ellenlang:  Sonvilla, Sick, Gorbach, Balnik sowie die Langzeitverletzten Partl und Steiner mussten vorgegeben werden. Damit lag es an den verbliebenen Spielern die "Heimbastion" zu verteidigen. Und wie sich unser Team an diesem Abend präsentierte war sehenswert!

Admira Technopool, mit der stärksten Aufstellung angetreten (nur Ersatzgoalie Cakaloglu spielte), wollte unbedingt ins 1/4-Finale des Wr. Toto-Cups einziehen. "Groß" gegen "Klein" bzw. "stark" gegen vermeintlich "schwach" sind die Konstellationen, die am schwierigsten zu bewältigen sind. Dies mussten auch die favorisierten Gäste zur Kenntnis nehmen. Co-Trainer Schipek vor dem Spiel: "Eigentlich haben wir keine Chance, aber das könnte auch der größte Vorteil für uns sein! Zu Hause sind wir immer für Überraschungen gut." Diese Weisheit (inkl. einen kleinen Beitrag fürs "Phrasenschwein") sollte sich bewahrheiten.

Unser Team, sichtlich konzentriert und voller Leidenschaft in den Zweikämpfen, kam von Anfang an gut ins Spiel und konnte die Pressingversuche der Gäste immer spielerisch lösen. Mit dieser Sicherheit im Rücken spielte unser Team plötzlich frech auf und es war kein Unterschied im Leistungsvermögen erkennbar. Vielmehr war es das Heimteam, das spielerisch Akzente setzen konnte. Admira Technopool, sichtlich überrascht von der Stärke der Heimischen, versuchte dann immer wieder mit hohen Bällen zum Erfolg zu kommen. Diese waren aber bei unseren "Abwehrtürmen" Pasalic und Walczak gut aufgehoben. Es waren vielleicht nicht die ganz großen Möglichkeiten für beide Mannschaften vorhanden, aber es kam zu einigen Strafraumszenen für unser Team. Die Mannschaft ließ auch das Herz von Co-Schipek höher schlagen, denn die einstudierten Varianten bei den Standards wurden diesmal brandgefährlich gespielt. In der Meisterschaft ließ die Mannschaft diese Stärke komplett vermissen. Es ging mit einem 0:0 in die Kabine. "Unser Team ist nicht wieder zu erkennen!" meinte Obmann Krumpholz zur Pause. Es waren auch die Youngsters in der Truppe, die im ersten Durchgang dem Spiel einem Stempel aufdrückten. Max Eksler und Karlo Olsak lieferten eine bärenstarke Vorstellung ab. Der ebenfalls sehr auffällige und extrem zweikampfstarke Turgut Tazi musste nach einem Schlag auf den Knöchel verletzungsbedingt zur Pause raus.

Nach der Pause präsentierten sich die Gäste aggressiver und versuchten das Spiel zu kontrollieren. Es waren gut 15 Minuten in denen sich unser Team kaum befreien konnte, aber defensiv sehr gut stand und keine nennenswerten Chancen zuließ. Nach dieser ersten Druckphase erfing sich unsere Mannschaft wieder und spielte wieder frech nach vorne. Zahlreiche Eckbälle waren die Folge und einer dieser Eckstöße führte auch zum umjubelten Treffer. Roli Walczak schraubte sich in die Höhe und köpfte wuchtig ins Eck. Der Gästetormann war noch mit der Hand dran, konnte aber den Führungstreffer nicht verhindern. Großer Jubel bei den Spielern und  bei den Fans der "Guardia Rossa", die uns wieder großartig unterstützen. Der Führungstreffer für unser Team lag in der Luft und war hochverdient. Die Red Star-Jungs hätten kurze Zeit später den berühmten Sack schon zu machen können, konnten aber Hochkaräter nicht nutzen. Aber auch unser Goalie Julian Schneider bekam einiges zu tun und hielt uns mit zwei Glanztaten im Spiel. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven! Die letzten Minuten des Spiels waren hektisch, denn die Gäste warfen noch einmal alles nach vorne und "bombardierten" unseren Strafraum mit hohen Bällen. Es waren ein-zwei wirklich brenzlige Situationen dabei, wo in letzter Sekunde geklärt wurde, oder die Gäste im Abschluss nicht treffsicher genug waren.

Es war ein richtiger Cup-Fight mit all den Zutaten die notwendig sind um zu gewinnen. Ein bisschen Glück des Tüchtigen war an diesem Abend auch notwendig, aber den größten Beitrag zum Erfolg lieferten die Jungs selbst. Mit dieser Einstellung, mit diesem Willen gewinnt man Spiele! Dieser Erfolg gibt hoffentlich auch Auftrieb für die kommenden Aufgaben in der Meisterschaft. Jetzt kommt die, nach diesem Match "hoch verdiente" Osterpause für die Burschen.