Nachlese

KM: Kendlerroadderbysieger!

Red Star Penzing : Helfort 15 1:0 (1:0)

2014-09-20 km 1980 wien 6 20140921 1557398906Die „Roten Sterne“ dominieren weiterhin in der Kendlerroad! Zittersieg gegen Helfort!

Das traditionelle Kendlerroadderby versprach einiges …. hielt jedoch wenig. Das Derby um die Vorherrschaft in der Kendlerstraße ist normalerweise geprägt von Leidenschaft, hitzigen Szenen, harten Attacken und vielen Strafraumszenen. Aber oftmals können Derbys diese hohen Erwartungen nicht erfüllen und verkommen zu „Unspielen“. Da gibt es keinen Unterschied zu den großen Wiener Derbys!

Ein kleiner Rückblick in der Derbystatistik der sich lohnt: „Die Duelle gegen Helfort bleiben einem einfach in Erinnerung!“ - so die Aussage von Obmann Krumpholz. Nach dem Spiel wurde dann darüber diskutiert, wie lange die letzte Niederlage gegen den Erzrivalen zurückliegt. Die Meinungen von Spielern und Trainern war ziemlich einhellig - vor ca. 4 Jahren eine 1:2 Niederlage auswärts. Dass das Zeitgefühl nicht immer richtig ist, aber die Erinnerung an die Spiele vorhanden ist, beweisen die Aussagen, denn die letzte Niederlage gegen Helfort liegt bereits über 6 Jahre zurück. Am 06.09.2008 verlor unser Team das letzte Mal in der Kendlerstraße (1:2 Niederlage, mit dabei aus der heutigen Mannschaft waren Pasalic, Weixler und Hofer, der von Schiri Grobelnik mit glatt Rot vom Platz verwiesen wurde). In den darauffolgenden 12 Spielen und damit 6 Jahren gewannen die Reds 9 Partien und es gab 3 Unentschieden. Eine Derbystatistik, die sich sehen lassen kann!

Nun wieder zum Spiel: Es begann eigentlich sehr gut. Dass wir für Helfort einen Angstgegner darstellen, war zu Beginn augenscheinlich. Die Gäste stellten sich tief hinein, spielten sehr defensiv und abwartend. Unsere Jungs traten zu Beginn sehr überlegt und voll Siegeswillen auf. Es wurde der Ball und der Gegner laufen gelassen, geduldig auf die Lücke gewartet und so versucht zum Abschluss zu kommen. Vor allem der agile Hagen Niederkofler bereitete der Helfortabwehr zu Beginn große Schwierigkeiten. Und eine solche Aktion sollte nach 13 Minuten für den alles entscheidenden Treffer sorgen. Ein guter Pass in die Tiefe auf unseren Südtiroler Stürmer, der sich im 1:1 gut durchsetzte und aus spitzem Winkel wuchtig auf das Tor schoss. Der Torhüter der Gäste wehrte den Ball ab, dieser prallte in die Gefahrenzone unmittelbar vor dem Tor, wo Maurice De Bock goldrichtig stand und abstaubte. Ein grandioser Beginn für unser Team! Wer jetzt dachte, unsere Jungs werden befreit aufspielen und weiter Druck machen, wurde bitter enttäuscht. Nach dem Treffer verflachte das Spiel unserer Mannschaft total, Helfort legte den Respekt ab und übernahm das Kommando. Es kam zu unzähligen Standards (Corner und Freistöße) gegen uns und aus diesen erarbeiteten sich die Gäste auch zwei hundertprozentige Torchancen die zu unserem Glück sehr leichtfertig vergeben wurden. Gelungene Offensivaktionen unserer Mannschaft: Fehlanzeige! So ging es mit einer sehr glücklichen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel besann sich unsere Mannschaft wieder ihrer Tugend, des Kämpfens. Aber nicht nur eine bessere kämpferische Leistung, auch eine konzentrierte Defensivleistung wurde abgeliefert und so keine nennenswerte Chance der Gäste mehr zugelassen. Einziges Manko war das Spiel nach vorne, dass noch immer nicht richtig in Fahrt kam. Zu viele Fehlpässe, zu wenig Ideen und zu ungenauer Abschluss der Kontersituationen ließen keinen weiteren Treffer zu. Er lag gegen Ende der Partie mehrfach in der Luft, aber es sollte nicht sein. So wurde es bis zum Schlusspfiff eine „Zitterpartie“.

Im Derby gegen Helfort zählt aber nur der Sieg und dieser ist uns wieder gelungen oder besser gesagt dieser wurde erkämpft. Diesmal wurde unser Team wieder voll und ganz von den zahlreichen „Guardisten“ unterstützt und gebührend nach dem Schlusspfiff beim Abgang gefeiert. Und Helfort musste ein weiteres Jahr als Verlierer im Dress (sie kommen immer bereits umgezogen auf unseren Platz!) die Kendlerstraße hinuntergehen.

Nichts desto trotz ist auch dieses Derby wieder Geschichte und wir müssen uns auf die nächsten schwierigen Aufgaben konzentrieren. Es liegen zwei Auswärtspartien vor uns: zuerst geht die Reise nach Oberlaa und danach zur Vienna. Rapid Oberlaa zeigt auch heuer wieder, für einige eher unerwartet, als eines der Spitzenteams der Liga auf. Es wird ein schwieriges Unterfangen auswärts gegen Oberlaa, aber die Marschrichtung ist klar vorgegeben – ein weiterer Punktegewinn soll her!